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Sega Mega Drive
Mega Drive.jpg
Typ: Stationäre Spielekonsole
Generation: 4. Generation
Veröffentlichung: Japan.gif 29. Oktober 1988
America.gif 9. Januar 1989
Europa.gif 30. November 1990
Hersteller: Sega
CPU: MC68000 @ 7,61 MHz (PAL)
Medien: Module, CD-ROMs (nur mit Sega Mega-CD)
Controller: Steuerkreuz, Start-Knopf und 3 Tasten (A, B und C)

später Steuerkreuz, Start-Knopf, Mode-Selektor und 6 Tasten (A, B, C, X, Y, Z)

Vorgänger: Sega Master System
Nachfolger: Sega Saturn


Das Sega Mega Drive (jap. メガドライブ, Mega Doraibu) ist eine 16-Bit-Videospielkonsole des japanischen Herstellers Sega. In Nordamerika wurde sie unter dem Namen Sega Genesis veröffentlicht.

Entstehung und WerdegangBearbeiten

Am Ende der 1980er Jahre liefen 16-Bit-Computer wie der Amiga und der Atari ST, sowie 16-Bit-Arcade-Geräte den 8-Bit-Videospielkonsolen den Rang ab. Darüber hinaus hatte Segas Konkurrent Nintendo 95 Prozent des nordamerikanischen Videospielmarktes und 92 Prozent des japanischen Markts inne, lediglich in Europa waren Nintendos 8-Bit- und 16-Bit-Geräte nicht derart erfolgreich. Sega wusste, dass das Sega Master System es nicht schaffen würde, diese Stellung in Nordamerika und Japan anzufechten, also entschloss man sich, die Herstellung einer neuen Konsole einzuleiten.

Segas System 16-Arcade-Spiele hatten das Unternehmen sehr bekannt gemacht, so dass sich Hayao Nakayama, Segas damaliger CEO, dazu entschied, die neue Konsole als 16-Bit-Gerät zu produzieren. Das aktuelle Design lief großartig, und so verwendete man drei neue Arcade-Boards: Das Megatech, das Megaplay, und das System C. Alle für diese Systeme gemachten Spiele konnten auf der neuen Konsole funktionieren.

Der erste Name, den Sega für die neue Konsole ins Auge fasste, war MK-1601, jedoch entschied man sich im Endeffekt für den Namen Mega Drive. Mega strahlte Überlegenheit aus, und Drive ließ den Konsumenten an Geschwindigkeit und Kraft denken. Dieser Name wurde für die japanischen, europäischen, asiatischen und australischen Versionen der Konsole verwendet. Aus markenrechtlichen Gründen wurde das Gerät auf dem nordamerikanischem Markt, der rund die Hälfte der Gesamtverkäufe ausmachte, Genesis (altgriech. für „Schöpfung“) genannt.

Als NEC die PC Engine am 30. Oktober 1987 in Japan veröffentlichte, schien sie als Bedrohung für Sega und Nintendo. Sie sorgte jedoch nur für wenig Wirbel auf dem japanischen Markt, kaum mehr als das Mega Drive.

Das Sega Mega Drive wurde in Japan am 29. Oktober 1988 zum Preis von 21.000 ¥ (damals etwa 295,- DM bzw. etwa 150 €) veröffentlicht. Die Europa-Veröffentlichung war am 30. November 1990 in Großbritannien, zum Preis von 190 £.

Das Mega Drive stand anfangs in Konkurrenz mit dem 8-Bit-Famicom-System in Japan und seinem Äquivalent Nintendo Entertainment System in Europa und Nordamerika.

Erweiterungen und PeripherieBearbeiten

Mehrere Add-on-Komponenten erschienen in Japan für das Mega Drive, ein Teil davon erschien auch in den anderen Märkten. Das Sega Mega-CD erschien weltweit für alle Versionen der Konsole, die nordamerikanische Version wurde allerdings unter dem Namen Sega CD vermarktet. Auch das 32X, die 32-Bit-Erweiterung des Mega Drives, die später von vielen Seiten als Segas größter Flop bezeichnet wurde und sich auch nicht gegen die 32-Bit-Konsolen Sega Saturn und Sony Playstation behaupten konnte, wurde weltweit auf den Markt gebracht.

Mega Drive 2.jpg

Mega Drive 2

Die ursprüngliche Konsole wurde kurz nach Markteinführung geringfügig verändert, unter anderem wurden der EXT-Port (Anschluss für das Meganet-Modem) an der Rückseite entfernt und das BIOS um eine patentierte Startupsequenz erweitert, wodurch nur noch lizenzierte Spiele gestartet werden konnten. 1993 wurde mit dem Sega Mega Drive 2 ein Redesign der Konsole auf den Markt gebracht. Es reduzierte Kosten, indem Chips verdichtet, die Platine verkleinert und der Kopfhöreranschluss entfernt wurden. Kurz darauf wurde auch eine billigere Version des Mega-CDs veröffentlicht, das Mega-CD 2 (bzw. Sega CD 2 in Nordamerika). Aus dem Frontloader wurde ein Toploader, der sich nicht mehr komplett unter, sondern zum Teil auch neben dem Hauptgerät befand.

Sega Mega Drive-Controller.jpg

Die Controller in verschiedenen Versionen

Mit dem Mega Drive 2 wurden 6-Button-Controller zum Standard, allerdings unterstützten alle Spiele weiterhin die vorhandenen 3-Button-Controller.

Ein Master-System-Adapter war für den Mega Drive erhältlich. Der Powerbase-Konverter wird auf den Modulschacht der Konsole gesteckt. Wie beim Master-System war der Pausenknopf nicht am Controller sondern am Gerät. Sämtliches Master-System-Zubehör inklusive Lightgun und 3D-Brille sind mit diesem Konverter kompatibel. Bauformbedingt passte dieser Adapter nicht mehr auf das Mega Drive 2, eine neuere Version erschien in Europa. Auch hier wurde gespart, der Kartenschacht wurde entfernt, so dass nur noch Modulspiele verwendet werden konnten. Der Mega Master war ein Master-System-Konverter von Fire und Datel, der in England erschien. Es sah aus wie der offizielle Mega-Drive-2-Konverter, aber der Pausenknopf war an der Seite als Schalter angebracht.

Obwohl Sega einen Game-Gear-Konverter im Gespräch hatte („Mega Game Gear“), wurde dieser nie produziert.

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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel „Sega_Mega_Drive“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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