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Dreamcast
Dreamcast.jpg
Typ: Stationäre Spielkonsole
Generation: 6. Generation
Veröffentlichung: Japan.gif: 27. November 1998
America.gif: 9. September 1999
Europa.gif: 14. Oktober 1999
Hersteller: Sega
CPU: Hitachi SH-4 32-Bit (128-Bit FPU), 200 MHz (360 MIPS / 1.4 GFLOPS)
GPU: Grafikchip: NEC PowerVR Series2 (PVR2DC)
Medien: 1,2 GB GD-ROM
Vorgänger: Sega Saturn


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Die Dreamcast (jap. ドリームキャスト, Dorīmukyasuto) ist die letzte Spielekonsole der Firma Sega. Der Name „Dreamcast“ setzt sich aus den englischen Wörtern „Dream“ (Traum) und „(Broad-)cast“ (Übertragen) zusammen, heißt also in etwa „Traumübertragung“. Das Logo (ein Swirl, dt. "Strudel" oder "Kringel") soll die Erweiterbarkeit der Konsole symbolisieren. Auch im Jahr 2009 erschienen noch immer neue Dreamcast-Spiele.

Technik Bearbeiten

Betriebssystem Bearbeiten

  • Sega Operating System als Konsolensystem
  • Sega Katana
  • KallistiOS
  • z.T. auch Windows-CE-Bibliotheken für Windows-Portierungen

Dazu ist anzumerken, dass jedes Spiel sein Betriebssystem von der GD-ROM lädt. Als unterste Instanz war dabei das Sega Operating System immer aktiv.

CPU Bearbeiten

  • 32 Bit/64 Bit SH-4 RISC-CPU (128-Bit FPU), 200 MHz

Laut SEGA vergleichbar mit einem 1-GHz-Pentium-III

  • 360 MIPS / 1.4 GFLOPS
  • 2-fach Superscaler-Processing-Einheit
  • 800 MByte/sec Datendurchsatz
  • Hauptspeicher: 16 MB SD-RAM

GPU Bearbeiten

  • Grafikchip: NEC PowerVR Series2 (PVR2DC)
  • 100 MHz, 100 MegaPixel pro Sekunde

Jedoch liegt die Rechenleistung im Vergleich mit anderen GPUs bei 250 MegaPixel/sec, da die Dreamcast GPU die Grafiken anders berechnet

  • Polygone: 5 Millionen polys/sec mit Texturen und Effekten (real-world)
  • Grafikspeicher: 8 MByte

Durch eine spezielle Vierfachkompression belegten Texturen nur 1/4 des üblichen Speichers

  • Auflösung: 640×480, technisch 1600x1200
  • gleichzeitig darstellbare Farben: 16,7 Millionen (24-Bit / „True Color“)

Soundchip Bearbeiten

  • Yamaha AICA-Soundchip, 45 MHz, 64 Stimmen gleichzeitig (Digital Sound Processor auf Basis des ARM7)
  • 64 Kanäle
  • Soundspeicher: 2 MB

Fakten und Daten Bearbeiten

Zunächst unter den Namen „Guppy“, „Katana“, „Dural“ oder „Black Belt“ bekannt, wurde die Konsole am 11. November 1998 in Japan veröffentlicht. Am 9. September 1999 kam sie in den US-amerikanischen- und am 14. Oktober 1999 in die europäischen Märkte.

In den USA wurden sämtliche Verkaufsrekorde gebrochen. Der Ansturm war gewaltig. Es gab 600.000 Vorbestellungen. Innerhalb der ersten 24 Stunden wurden fast 100 Millionen US-Dollar Umsatz gemacht und in wenigen Wochen eine Million Konsolen verkauft. Im März 2001 wurde die Produktion wegen finanzieller Schwierigkeiten des Herstellers Sega und wegen Misserfolgs eingestellt, dennoch erscheinen bis heute Spiele in Japan. In Europa und Nordamerika hingegen wurden Produktion und Verkauf von Dreamcast-Spielen bereits 2002 gestoppt.

In Japan und den US-amerikanischen Märkten wurde Dreamcast unter einem orangefarbenen Symbol veröffentlicht, welches umgangssprachlich „Kringel“ genannt wurde. Die europäische Version des Dreamcast-Logos wurde aufgrund rechtlicher Konflikte blau eingefärbt. Der deutsche Verlag Tivola hat ein ähnliches orangefarbenes Firmenlogo.

Als erste Spielkonsole überhaupt, besitzt Dreamcast ein ab Werk eingebautes Modem (in den USA 56 kbit/s, ansonsten 33 kbit/s), das man leicht abnehmen kann um es zum Beispiel bei einem Defekt auszutauschen oder durch den separat erhältlichen Breitbandadapter, von dem nur geringe Stückzahlen produziert worden sind, ersetzen.

Die unterschiedlichen Dreamcast-Webbrowser sind zwar auch komplett per Controller bedienbar, zur komfortableren Benutzung stehen jedoch Tastatur und Maus zur Verfügung. Speziell für europäische Benutzer wurde der „DreamKey“-Browser veröffentlicht, ein eigens entwickelter Internet-Browser. In Nordamerika und Japan wurden wiederum andere Browser mitgeliefert, PlanetWeb (Amerika) und DreamPassport (Japan/Asien). Jedem Dreamcast-Gerät lag eine GD-Rom mit einem Browser bei.

Zubehör Bearbeiten

Im Laufe der Dreamcast-Lebenszeit erschien viel Zubehör. Jedes Spiel verfügt auf der Packungsrückseite über Symbole, die anzeigen, welches Zubehör offiziell unterstützt wird. Einige Spiele unterstützen jedoch auch noch anderes Zubehör. Eine Übersicht:

Erschienenes Zubehör Bearbeiten

  • Controller verschiedener Hersteller
  • VMU-Speicherkarten
  • Vibration Pack (auch als Jump-Pack bzw. in Japan als PuruPuru-Pack bekannt)
  • Tastatur und Maus (zur Bedienung der Webbrowser und einiger Spiele)
  • Race Controller
  • Fishing Controller (bewegungsempfindlicher Controller, konnte neben einem Fisch-Spiel auch z.B. für Virtua Tennis und Soul Calibur verwendet werden, ähnlich der Wiimote)
  • Dreamcast Mikrofon (Voice Chat über den Browser, einige wenige Spiele)
  • Dreameye (Digitalkamera und Webcam, zum Fotografieren und für Videochat, nur Japan)
  • VGA-Box (zum Anschließen an einen PC-Monitor oder kompatible Fernsehgeräte)
  • Arcade-Stick
  • Broadband/LAN Adapter (verschiedene Ausführungen)
  • Lightgun (nur für 50/60-Hz-Röhrenfernseher)
  • Twin-Stick (sehr robuster und schwerer Arcadestick mit zwei Joysticks, nur Japan)
  • Maracas und Tanzmatte (für das Tanzspiel Samba de Amigo)
  • Dreamkara (nur Japan, Karaoke-Add-on)

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